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Preis für "Würde (er)leben"

Mit dem Projekt „Würde (er)leben“ haben sich die Initiatoren Christian Gakenholz von der Schillerschule Hannover und Künstlerin Almut Breuste an ein Projekt gewagt, das neben der inhaltlichen Arbeit über die Menschenrechte auch das künstlerische Schaffen selbst in den Fokus gerückt hat.

Fächerübergreifend wurde im Jahrgang 12 in der Fächerkombination Politik-Wirtschaft, Kunst und Werte und Normen gearbeitet. Nach einem Besuch des Kunst-Ortes RosebuschVerlassenschaften fingen die SchülerInnen mit Begeisterung an, eigene Kunstwerke, die sich mit dem Thema der Menschenwürde beschäftigten, zu entwickeln.

Objekte wurden stetig verändert, Ideen verworfen oder an andere weitergegeben, man unterstützte sich gegenseitig und tauschte sich immer wieder zum Thema aus. Das Projekt sprach sich in der Schule herum, und eine zehnte Klasse zeigte im Rahmen des Politikunterrichts Interesse an der Arbeit der Oberstufe. Hier entstanden Zeichnungen zum Thema „Kinderwürde“, die wiederum die älteren SchülerInnen zum Umdenken anregten.

Im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses hat dieses Projekt bereits zahlreiche Gespräche über die Rolle von Kunst und Kultur im Unterrichtsalltag befeuert. Der Besuch der RosebuschVerlassenschaften wurde in das interne Curriculum des Faches Politik-Wirtschaft für den Jahrgang 9 aufgenommen, die Oberstufe und das Fach Kunst sollen folgen.

Christian Gakenholz beschreibt das Entstehen eines des Kunstwerke© Helge Krückeberg
Die PreisträgerInnen "Würde (er)leben"
Anne Prenzler hält ihre Laudatio zum Projekt© Helge Krückeberg

„An dem Projekt ´Würde (er)leben` überzeugt vor allem die hohe Qualität der künstlerischen Arbeiten zu einem wichtigen politischen Thema sowie die theoretische Auseinandersetzung mit den eigenen Werken“, findet die KulturKometen-Jury. In der ungewöhnlichen Fächerkombination Politik-Wirtschaft, Kunst sowie Werte und Normen sei das Projekt professionell und mit großer Teilhabe der SchülerInnen umgesetzt worden.

Für das Projekt, das in Kooperation mit dem Verein RosebuschVerlassenschaften durchgeführt wurde, erhielt die Schillerschule Hannover einen der drei Hauptpreise in Höhe von 3.000 Euro.