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Preis für "Die Elisenstraße"

Die fiktive Geschichte der jüdischen Familie Stern und anderer Bewohner der ebenfalls fiktiven Elisenstraße in der Zeit von 1933 bis 1945 war Thema des theater­pädago­gischen Projektes "Die Elisenstraße – Kindheit und Jugend im Dritten Reich" der IGS Langenhagen.

180 Schüler des Jahrgangs 6, Fach- und Klassenlehrer waren fünf Wochen lang intensiv darin eingebunden. Das Projekt vereinte die Fächer Geschichte, Gesellschaftslehre, Religion und Deutsch in einem einzigartigen interdisziplinären Modell.

© Niels Thomsen
© Niels Thomsen
© Niels Thomsen

Unter der Leitung des Theaterpädagogen Hendrik Becker vom Theater Löwenherzschlüpften die Schüler in die Rollen verschiedener Bewohner der Elisenstraße. So lernten sie das Leben und wichtige Ereignisse zur Zeit des Nationalsozialismus kennen und konnten sich in die Charaktere von Fürsprechern, Verfolgten und Gegnern des Regimes einfühlen. Ihre Empfindungen und Gedanken hielten die Schüler in Form von Briefen, Tagebucheinträgen und Berichten aus Sicht ihrer Figuren fest.

Höhepunkt des Projektes war die Präsentation der Ergebnisse in der vollbesetzten Aula der IGS. Zusätzlich entstand ein 60-seitiges Magazin mit den Texten der Schüler, Hintergrundmaterial und Fotos.

„Ein ebenso kreatives wie hochwertiges Theater- und Schreibprojekt, das ein schwieriges Thema schülergerecht bearbeitet“, findet die Jury, „das Projekt wirkt in die ganze Schule.“ Möglich wurde dies durch das herausragende Konzept des Theaters Löwenherz.

Das Projekt bekam einen der drei mit 3.333,- Euro dotierten Preise zugesprochen.