KulturKometen-Preisträger*innen 2019 auf der Bühne im Ballhof 1 © Helge Krückeberg

Die Preisträger

KulturKometen 2026

Die Jury wählte besonders mutige, integrative und nachhaltige, aber auch sparten- und schulübergreifende Projekte an Schulen der Region Hannover aus. Der 1. Preis ist mit 4.000 Euro dotiert, drei Preise sind mit je 2.000 Euro dotiert.

Unsere diesjährigen Preisträger-Projekte haben uns durchweg begeistert. Sie zeigen, wie kulturelle Bildung unser gesellschaftliches Handeln fördert und stützt. Der Preis soll insbesondere die Lehrer*innen und Schulleiter*innen ehren, die sich mit viel Herzblut und großem Engagement einsetzen, um junge Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern.

»kulturen schulen«

Mit 4.000 Euro wurde die Projektreihe „kulturen schulen“ der BBS Springe und des Otto-Hahn-Gymnasium Springe in Kooperation mit dem Verein Kunst und Begegnung Hermannshof Völksen ausgezeichnet. Sie eröffnet außergewöhnliche Begegnungsräume ohne Leistungskriterien für Schülerinnen und Schüler mit Kultur. Über Angebote künstlerischer Praxis werden Identität und Herkunft, aber auch gesellschaftliche Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft verhandelt. Die Jury hebt vor allem die nachhaltige, intensive Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowie die spürbare Begeisterung aller Beteiligten hervor.

»Zirkus inklusiv«

2.000 Euro erhielt das Projekt „Zirkus inklusiv“ der Grundschule Bredenbeck und der Janusz-Korzcak-Schule Springe in Kooperation mit dem Zirkus Dobbelino. Ob Fakir oder Clown, auf der Laufkugel, dem Trampolin oder auf dem Trapez – jedes Kind lernt während der Projektwoche viel dazu. Die Gruppen sind schul- und jahrgangsübergreifend zusammengestellt und präsentieren am Ende eine gemeinsame Zirkusvorführung. Das schweißt zusammen und lässt die Kinder über sich hinauswachsen. Hierbei kommt es besonders auf die Fähigkeiten an, die jedes Kind mitbringt und darbieten möchte. „Zirkus inklusiv“ ist ein Vorzeigeprojekt für die Integration geflüchteter Kinder und die Inklusion von Kindern mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen.

 

»jung trifft alt«

Die neue Theater-AG der Hartwig-Claußen-Schule Hannover, Förderzentrum Hören und Kommunikation erhielt 2.000 Euro Preisgeld für den Mut und das Engagement der Beteiligten, die den Beweis antraten, dass kulturelle Teilhabe für alle möglich ist. Die Stärkung des Selbstbewusstseins der Teilnehmenden sowie das szenische Spiel auch ohne Sprache stehen hierbei im Fokus. Die jungen, hörbeeinträchtigten Menschen trainieren Mimik, Gestik und emotionalen Ausdruck. Für ihr erstes Theaterstück “Nachts im Museum” schlüpften die Schüler*innen mit darstellerischer Lust in die Rollen von Museumsexponaten, die einen Dieb verfolgen, der am Ende ohne Beute Reißaus nimmt.

Schüler stehen in bunter Verkleidung auf ein dunklen Bühne © Imme Wolters
Hier die Produktion "Sieben Kronen im Kampf gegen die Zeit" © Imme Wolters

»Akademie der Spiele«

Ebenfalls ein Preisgeld von 2.000 Euro erhielt das Profilprojekt „Klappe die Erste - Akademie der Künste“ der Schillerschule Hannover. Es verbindet Theorie und Praxis zu einem ganzheitlichen Lern- und Erfahrungsraum. Schüler*innen schreiben Drehbücher, entwickeln Bühnenideen, produzieren Filme, komponieren Musik, gestalten Podcasts, arbeiten an Licht, Ton und Schnitt, stehen auf der Bühne oder hinter der Kamera. Sie lernen nicht nur kulturelle Formate und Techniken, sondern erfahren, dass ihre eigenen Themen und Ideen Bedeutung haben und Wirkung entfalten. Das Projekt stärkt Ausdrucksfähigkeit, kritisches Denken, Teamarbeit und Selbstvertrauen – Kompetenzen, die weit über die Schule hinausreichen.